Die Fodmap-Ernährung

Was ist Fodmap?

Die Fodmap freie Ernährung ist eine Ernährungsweise, die hilft, das Magen-Darm-System wieder zu rehabilitieren und unter Kontrolle zu bringen. Ob Aufgrund von chronischen Enzündungen, wie Morbus Crohn oder ulcerative Colitis, einem Reizdarmsyndrom, Lebensmittelallergien, wie Laktose- , Fructose- oder Glutenintolleranz oder einfach einem unruhigen Magen-Darm-System mit Sodbrennen, Magen- und Darmbeschwerden – es gibt viele Menschen denen das Essen nicht so gut tut, wie es sein sollte.

Mir selbst ging es zwei Jahre lang so, bis mir der Chefarzt Dr. Moennikes in im Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin eine klinische Studie über die Fodmap-freie-Ernährung vorlegte, die das Magen-Darm-System wieder beruhigen sollte und möglichst alle Reizungen ausschließest. Fodmap bedeutet: fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole. Dazu gehören kurzkettige Kohlenhydratverbindungen wie Fruktose, Fruktane, Laktose, Galaktose sowie die Zuckeraustauschstoffe Xylit, Sorbit und Maltit – eine vollständige Lebensmittelliste gibt es hier.

Kurz gesagt: Es werden alle Allergenen Stoffe weggelassen, die Probleme verursachen könnten. 🙂

Unbenannt

Zu Beginn konnte ich mein Glück kaum fassen, den nichts – absolut nichts – hatte bisher helfen können. Und die Rezepte, die es gibt, sind wirklich gut. Also begann ich zu googeln und fand Seiten über Seiten und Unmengen von Rezepten und Erfolgsgeschichten. Jedoch alle auf Englisch. Daher begann ich mit einer lieben Freundin diesen Blog, auf dem wir nun alle Informationen und Rezepte auf deutsch zusammenstellen.

Was ist das Problem an Fodmap?

Im Dünndarm werden diese – in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln enthaltenen – Verbindungen schlecht resorbiert; sie gelangen daher unverändert in den Dickdarm, wo sie bakteriell abgebaut (fermentiert) werden. Diese Vorgänge führen vor allem bei Patienten mit Reizdarm und anderen Magen-Darm-Krankheiten häufig zu funktionellen Beschwerden wie Blähungen, Schmerzen und Motilitätsstörungen.

Fodmaps verschlimmern die Symptome des Reizdarmsyndroms. Eine Fodmap-arme Ernährung hat sich in Studien als erheblich effektiver in der RDS-Behandlung gezeigt als die herkömmliche Ernährungsempfehlung bei dieser Krankheit.

Unbenannt

Woher kommt die Fodmap-Ernährung?

Australische Wissenschaftler haben eine derartige Diät an 30 Patienten mit Reizdarmsymptomen getestet – mit Erfolg: Gegenüber einer Vergleichsintervention konnte die Symptomstärke um die Hälfte reduziert werden. Die Therapieadhärenz in der Studie war angesichts dessen überraschend gut; 80 Prozent der Reizdarmpatienten blieben der Fodmap-reduzierten Diät über die Studiendauer treu.

Wie die Forscher betonen, hatten Patienten mit verschiedenen Reizdarmformen (diarrhöbetont, verstopfungsbetont oder beides) von der kohlenhydratarmen Kost profitiert; und auch das Vorliegen einer Fruktosemalabsorption hatte offenbar keinen Einfluss auf den Therapieerfolg. Dagegen hatte die Spezial-Diät bei einer gesunden Kontrollgruppe keinerlei Wirkung gezeigt, weder im positiven noch im negativen Sinne.

 Wie funktioniert eine Fodmap-freie Ernährung?

In einer ersten Phase werden alle Fodmaps-reichen Nahrungsmittel für 4 bis 8 Wochen gemieden. Das nennt man die Eliminationsphase. Dadurch sollten die Beschwerden stark nachlassen oder sogar völlig verschwinden.

Danach kann in der zweiten Phase gezielt ausprobiert werden, welche Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelgruppen in welchen Mengen vertragen werden.

In der dritten Phase ist es das Ziel, die jeweils individuelle FODMAPs-reduzierte Ernährung zu ermitteln, welche mit möglichst wenigen Nahrungseinschränkungen zu einer ausreichenden Reduzierung der Beschwerden führt

Quellen und weiterführende Informationen hier.

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25 Comments

  1. Pingback: Über Fodmap, diesen Blog und mich | die fodmap köchin

  2. Christiane

    Ich bin froh diesen Block gefunden zu haben.
    Zuerst, vor etwa einem Jahr wurde bei mir eine Laktoseintolleranz festgestellt, ein halbes Jahr später hab ich gar nichts mehr vertragen. Ich konnte nichts mehr essen.
    Ich habe dann eine Reis Gemüse Diät gemacht, fast vier Monate lang.
    Mir gings besser, aber auch noch nicht richtig gut.
    Erst im Krankenhaus wurde ein Reizdarm Syndrom diagnostiziert.
    Der Prof. Dr. Holsteege hat mir die Fodmap Diät ans Herz gelegt.
    So bin ich hier gelandet und ein wenig glücklicher😊

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    • Ich freue mich, dass du den Blog gefunden hast! 🙂 Deine Geschichte klingt sehr ähnlich wie meine und ich hoffe, dass dir die Fodmap-Diät auch weiterhilft! Sie macht es auch bei mir nicht perfekt, aber auf jeden Fall um einiges besser! Melde dich gerne, wenn es irgendwelche Probleme gibt – zu Beginn ist es ganz schön kompliziert, die richtigen Mengen einzuschätzen, aber das hat man dann schnell raus 🙂 Ich drücke dir fest die Daumen!!

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  3. Jorinde

    super Blog! Sehr gut und klar erklärt, und super tolle Rezepten! Ich habe nur noch eine Frage. Auf die meiste Website sagt man immer dass eine Ernährungsberater als hilfe wichtig ist. Hast Du dass ganz alleine gemacht oder bist Du auch zum Diätist gegangen? Wenn ja, würde eine in Berlin mich auch interessieren.

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    • Hallo! Danke, für deine liebe Nachricht, darüber freue ich mich sehr! Da es in Stuttgart noch keine ausgebildete Ernährungsberatung dazu gibt, habe ich mir das Wissen selbst angeeignet – durch viele Bücher.. Wenn es in Berlin aber jemanden gibt, dann würde ich auf jeden Fall einen Ernährungsberater als Hilfe nehmen. Das ist eine tolle Unterstützung und viel einfacher, als es alleine durch zu ziehen! Berichte mal, wie du es nun gemacht hast? Liebe Grüße!

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  4. Barbara

    Ich freue mich sehr, Deinen Blog gefunden zu haben und werde sicherlich oft bei Dir mitlesen. Auf die FODmap zu achten ist auch für mich ein großer Hoffnungsschimmer, mein Silberstreif am Horizont sozusagen 🙂

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  5. laura Polcher

    Hallo 😊 Nach dem ich von meinem Internisten einen Auszug über Fodmap bekommen habe, habe ich im internet ein bisschen gesucht und bin auf die tolle Seite gestoßen.
    Jedoch steht auf meinem Blatt nichts von laktosefreien Joghurts. Darf man die essen ? Oder nur Natur Joghurt Laktosefrei?

    Hoffe auf eine Antwort.
    LG LAURA

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    • Hallo! 🙂

      Sorry, für meine späte Antwort.. Bei laktosefreiem Naturjogurts zu dem du selbst Früchte, Cacau oder Vanille hinzufügst, bist du auf der sicheren Seite – bei Jogurts, die bereits aromatisiert sind, sind oft viele Zusatzstoffe drin, die Reaktionen auslösen können..

      Viel erfolg und ganz liebe Grüße!

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  6. Christof K.

    Sehr interessanter und wahrscheinlich hilfreicher Blog. Leide selbst seit mehreren Jahren unter dem Reizdarmsyndrom. Und wie es bei Euch ebenfalls der Fall ist… Es ist lästig, unangenehm, nervt usw.

    Ich werde nächste Woche mit der Fodmap-Diät beginnen und hoffe auf Besserung.

    Vielen Dank für Deine Bemühungen damit es uns allen eventuell ein klein bisschen besser geht.

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    • Hey, Danke, für deinen lieben Kommentar! Ich drücke die Daumen, das es etwas hilft.. auch wenn es zu Beginn etwas Geduld und Einarbeitung benötig!
      Gutes durchhalten 🙂

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  7. Ellen

    ich ernähre mich seit ein paar Wochen nach FODMAPS, dazu Laktose,- und Sorbitfrei, meine Symptome, wie Durchfälle und Blähungen sind komplett verschwunden, geblieben ist eine unglaubliche Müdigkeit und meine Fitness ist auch nicht mehr so toll, obwohl ich mehr essen kann als all die Jahre ( 18 ) vorher. Hat da jemand Erfahrungen?

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    • Hallo, das klingt irgendwie nur so halb gut – hast du dir mal überlegt zu einer Ernährungsberatung zu gehen, damit du auch genügend Nährstoffe zu dir nimmst?

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  8. Julia

    Eine supertolle Seite. Ich habe alles durchgelesen und auch schon Rezepte ins Auge gefasst. Da bei mir erneut Probleme aufgetaucht sind, werde ich diese Ernährung einmal ausprobieren.

    VIELEN DANK!

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  9. Anonymous

    Ich hab heute den Kartoffel-Zucchini Auflauf gemacht. Sehr lecker :-). Das Brot versuche ich auch noch.
    Aber die Zutaten… Egal, Hauptsache es wird wieder, ohne Schmerzen:-)))

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    • Oh, echt? 🙂 Das freut mich sehr! Ich drücke die Daumen, dass auch das Brot funktioniert.. manchmal muss man sich etwas herantasten – und erst dann in die Form geben, wenn der Teig schon klebrig und fluffig ist 🙂
      Liebe Grüße und viel Erfolg!

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  10. Katja Barth

    Hallöchen

    ich kann nur sagen: ENDLICH! Endlich eine Seite, die ich verstehe (nicht nur sprachlich sondern auch inhaltlich) und die klar und deutlich macht, was geht und was nicht.

    Habe eine Fruktosemalabsorbtion und stellte grad fest, dass ich so eigentlich gar nichts essen darf – bis jetzt. Danke für deine Seite und deine Mühe!

    Liebe Grüße
    Katja

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