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Brot (glutenfrei)

Endlich ein glutenfreies Brot, das schmeckt. Und zwar richtig. 🙂 Zum Frühstück, als Lunch-Sandwich oder zum Abendbrot. Aber gute fodmapfreie Brotrezepte sind selten, vor allem weil das Gluten, der Weizen, der Roggen und der Dinkel fehlt. Xanthan Gum ist ein Bindemittel, das extrem gut verträglich ist und daher als Ersatz dienen kann. Ich habe es einfach bei Amazon bestellt, genauso wie das Tapiocamehl, das in Verbindung mit Reismehl zu einem wunderbaren Brot wird. Ich habe lange gesucht, aber hier ist es, ein glutenfreies Brot, bei dem man kaum den Unterschied schmeckt! 🙂

Zutaten:

  • 500g Reismehl
  • 250g Tapiocamehl (gibt es bei Amazon zu bestellen)
  • 1 Esslöffel Xanthan Gum (ebenfalls bei Amazon)
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Ahornsirup
  • 250ml lauwarmes Wasser (so viel Wasser, bis der Teig richtig schön klebrig ist!)
  • 2 Esslöffel Frischhefe
  • 2 Esslöffel geschmolzene Butter
  • 3 Eiweiß, leicht aufgeschlagen
  • 1 Teelöffel Weißweinessig

Zubereitung:

  1. Das Reis- und Taiocamehl, Xanthan Gum und Salz in einer Schüssel gleichmäßig verrühren.
  2. In einer weiteren Schüssel die Hefe in den Ahornsirup rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Dann nach und nach das lauwarme Wasser hinzugeben. Anschließend das Ganze zu dem Mehl hinzufügen und gut vermengen.
  3. Nach und nach das leicht aufgeschlagenen Eiweiß mit der Butter und den Weißweinessig hinzufügen und mit einer Küchenrührmaschine kräftig rühren.
  4. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegter Kuchenbackform füllen und die Oberfläche mehrmals schräg einschneiden.                                                                                                                                                                      Foto 4 (2)
  5. Den Teig  an einem warmen Platz in der Backform 30 min gehen lassen.
  6. Den Ofen auf 205 Grad vorheizen und ca. 60 min backen lassen.

Foto 2 (3)

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14 Comments

  1. Pingback: Quark-Tomaten-Sandwiches (laktosefrei + glutenfrei) | die fodmap köchin

  2. Daria

    Bin vor kurzem auf deine Seite gestoßen und habe heute das Brot nachgebacken. Es schmeckt wirklich lecker, bin ganz begeistert 🙂
    Aber warum nimmst du Ahornsirup? Der enthält doch recht viel Fruktose?

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    • Hallo! 🙂 Danke dir sehr für deinen lieben Kommentar!! Find ich super und freut mich sehr! 🙂 Süßungsmittel sind so eine Sache bei fodmap – am besten wäre noch normaler Haushaltszucker, aber der ist generell sehr ungesund, deshalb ziehe ich Ahornsirup vor. Bei Fructose kommt es vorallem auf den Glucosegehalt an. Ich kopiere dir hier mal eine Antwort auf einen anderen Kommentar mit ähnlichem Inhalt hinein: 🙂 Man unterscheidet bei Fructose zwischen einer Unverträglichkeit und einer Malabsorption. Die Unverträglichkeit kann man leicht durch einen Atemtest testen lassen – und dann sollte man die Finger lassen von allem was Fructose enthält, also auch Ahornsirup. Bei der Fodmap-Diät geht man von einer Malabsorption aus, dass heißt, wenn in dem Obst/ Gemüse eine ebenso hohe Menge von Glucose enthalten ist, die Fructose besser verdaut werden kann. Hier die ausführliche Erklärung: Bei der Fructosemalabsorption besteht ein Defekt im Transportsystem („GLUT 5“), über das Fructose aus dem Dünndarm ins Blut gelangt. Durch seine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, wird ein Teil der verzehrten Fructose weitgehend unverdaut in den Dickdarm transportiert. Der Verzehr von Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit kann darüber hinaus die Aufnahme von Fructose kurzfristig verhindern, da diese dasselbe Transportmittel („GLUT 5“) nutzen und es so für Fructose blockieren. Glucose (Traubenzucker) hingegen begünstigt die Fructose-Aufnahme, denn sie regt die Aktivität dieses Transporters an. Deswegen werden Lebensmittel, die ein ausgewogenes Verhältnis an Fructose und Glucose enthalten, relativ gut aufgenommen (z. B. Haushaltszucker, der je zur Hälfte aus Fructose und Glucose besteht). Und eine Tabelle, die dir die Werte der Meisten Obst- und Gemüsearten zeigt: https://www.was-wir-essen.de/download/fruktose_glukose_saccharose_sorbit_gehalt.pdf

      Prinzipiell sind Haushaltszucker, Ahornsirup und Golden Sirup in Ordnung, da sie einen hohen Glucosegehalt besitzen. Die Finger solltest du weg lassen von Honig und Agavendicksaft. 😉

      Hoffe, ich konnte helfen! Ganz liebe Grüße!

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  3. Philipp

    Den Damen kann ich mich nur anschließen. Das Brot schmeckt sehr gut bezogen auf die andersartigen Zutaten. Endlich ist mal wieder ein Frühstück/Abendbrot wie dem eines Durchschnittsdeutschen möglich. Das habe ich jetzt fast zwei Monate lang vermisst. Deswegen auch von mir ein großes Dankeschön für das Rezept!
    Bei den Mengen und Zutaten war ich wieder nicht ganz rezepttreu. Auch kleine Mengen Ahornsirup vertrage ich u.a. scheinbar nicht so gut. Deswegen habe ich stattdessen weißen Zucker genommen.
    Leider hat bei mir das Brot am nächsten Tag nicht mehr die gleiche tolle Lockerheit wie am Backtag. Es ist deutlich ausgetrocknet (glücklicherweise nicht so stark wie die Granitmuffins 🙂 ). Für den nächsten Backgang werde ich mal schauen, ob die Tipps hier: http://www.chefkoch.de/forum/2,37,202373/Selbst-gebackenes-Brot-ist-am-naechsten-Tag-immer-trocken.html auch auf das Brot angewendet werden können. Als erstes werde ich den Teig naßer machen, die Eier weglassen und Ober-/Unterhitze verwenden statt Umluft.

    Viele Grüße,
    Philipp

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    • Hallo lieber Philipp!

      Wow, das klingt total spannend! Ich muss zugeben, das ich ansonsten nicht wirklich eine gute Köchin bin. Mein Bauch hat mich eher dazu gezwungen, aber man kann vieles sicher um einiges besser machen. Vielleicht möchtest du deine Ergebnisse ja teilen? Dann würde ich sie wahnsinnig gerne online stellen und mich wirklich freuen 🙂 Bei mir hält das Brot auch nicht viel länger – deswegen backe ich es oft morgens, um es tagsüber zu essen. Am nächsten Tag schlage ich es in nasses Backpapier ein und stelle es damit noch einmal 10 Minuten in den Ofen – das funktioniert auch ganz gut. Ich freue mich auf deine Tipps und Danke dir sehr!! 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Julia

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    • Oh, und ich habe das Gefühl das die Dinge mit Ahornsirup immer noch etwas länger feucht bleiben – also vielleicht ist es wirklich hilfreich den Teig nasser zu machen, wenn man weißen Zucker verwendet? 🙂

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  4. Nick

    Hallo Julia,

    Zunächst einmal vielen Dank für das Einstellen des Rezepts auf dem Blog!

    Ich hatte mit dem Rezept leider (noch) kein Glück. Wahrscheinlich habe ich etwas falsch gemacht. Ich habe mich genau an die Angaben gehalten, aber das Ergebnis war ein „Ziegelstein“, d.h. es war überhaupt nicht fluffig. Hier ein Bild davon: http://screencast.com/t/oKVx1j2Uc3.

    Die einzige Art es zu essen war es in hauchdünne Scheiben zu schneiden und dann zu konsumieren. Aber nach ein paar Scheiben habe ich das auch aufgegeben und den Rest dann weggeworfen.

    Bereits beim Mischen ist mir aufgefallen dass es sich nicht verbindet und sehr bröckelig war. Ich habe einfach dennoch weitergeknetet bis es eine einigermassen zusammenhängende Masse war aber nach dem Backen hatte ich den erwähnten Ziegelstein als Resultat.

    Ist eine Ferndiagnose möglich was ich falsch gemacht habe so dass ich es noch einmal probieren kann? Auf den Fotos sieht das Brot nämlich wirklich gut aus.

    Danke!

    Gruss, Nick

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    • Hey Nick,

      hm, das ist wirklich komisch, weil es das erste glutenfreie Brot ist, das ich gefunden habe, das wirklich schön saftig und fluffig ist. Dein Ziegelstein-Brot klingt eher danach, dass es nicht richtig aufgegangen ist 😉 – und eigentlich ist auch der Teig schon sehr klebrig und nich bröckelig. Das liegt natürlich auch immer an der Backform, die man verwendet, aber trotzdem.. steinhart sollte es nicht werden. Probiere es doch mal mit etwas mehr Xanten Gum oder Natron dazu..? Schlag das Eiweiß kräftig auf und versuche es mit mehr lauwarmen Wasser, bis der Teig klebt, statt bröckelt?

      Ich hoffe sehr, das es klappt, gibt doch mal Bescheid! 🙂

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  5. Angela

    Hallo Julia,
    Leider habe ich die Kommentare zu spät gelesen und mich nicht getraut so viel mehr Wasser zu verwenden. Also war mein Ergebnis gestern so zwischen Ziegelstein und fluffig 🙂 Egal, geschmacklich ist das Brot lecker und ich werde das nochmal versuchen.

    Denn ich hatte gestern abend – dank dieses Rezepts – mein persönliches Highlight der Woche. Das erste Brot seit Monaten (!) und mein Bauch danach ist einfach ruhig! Kein Blähbauch, keine Schmerzen. Nichts! Ich konnte mein Glück kaum fassen.

    Tausend Dank für das Rezept & Herzliche Grüsse
    Angela
    PS: Ich wurde bisher noch nicht auf Glutenunvertr. getestet – das hole ich jetzt nach 🙂

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    • Hey, das freut mich riesig! Wenn der Teig richtig schön klebrig ist, wenn man ihn in die Form gibt, dann ist er richtig .. Und sollte dann auch fluffig werden 🙂 ich freue mich sehr, dass es deinem Bauch danach gut ging! Ich habe letztens noch ein anderes Brot gefunden, das funktioniert und stelle das Rezept demnächst online .. Danke, für deinen lieben Kommentar!

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